Kompostierung

In der Bioabfallkompostierung werden seit Oktober 2015 rund 60.000 Tonnen Bioabfälle der Städte Kaiserslautern, Ludwigshafen, Speyer, Frankenthal, Neustadt, Worms sowie der Landkreise Kaiserslautern, Bad Dürkheim und Rhein-Pfalz-Kreis behandelt. Es findet ein geschlossener, weitgehend automatisierter Kompostierungsprozess in druckbelüfteten Intensivrotteboxen mit automatischem Umsetzer statt. 

In der Grünschnittkompostierung werden jährlich mehr als 20.000 Tonnen Abfälle aus Garten und Parkanlagen verarbeitet. In mehreren Arbeitsschritten aus Zerkleinern und Sieben wird ein biogener Brennstoff aus nachwachsenden Rohstoffen produziert, um CO2-neutralen Strom und Fernwärme zu erzeugen. Der verbleibende Feinanteil wird in der Kompostierung hygienisiert, gesiebt und zu gütegesichertem Qualitätskompost verarbeitet und angeboten.

 

ZAK: Zehn Jahre gütegesicherter Kompost

Die Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern – ZAK kann für ihre selbst produzierten Kompostprodukte auf zehn Jahre RAL-Gütesicherung zurückblicken. Eine entsprechende Urkunde der Gütegemeinschaft Kompost in Köln wurde jetzt übergeben. 

Die Gütesicherung ist freiwillig und gewährleistet einen Qualitätsstandard sowie die zuverlässige Kennzeichnung der Produkteigenschaften gegenüber dem Kunden durch Verleihung des RAL-Gütezeichens. Voraussetzung ist der Nachweis, dass die Anlage aufgrund ihrer Prozessführung geeignet ist, das Material zu hygienisieren. Weiterhin findet eine laufende Produktkontrolle statt, bei der ein unabhängiges und zugelassenes Labor den Kompost regelmäßig beprobt und die Probe auf ihre Eigenschaften und Inhaltsstoffe untersucht. Die Ergebnisse werden in einem Gütezeugnis dargestellt, das die ordnungsgemäße düngemittelrechtliche Kennzeichung sowie Empfehlungen für die Kompostanwendung enthält.

Bei der ZAK werden in der Bioabfallkompostierung seit August 2000 pro Jahr zwischen 8.000 und 14.000 Tonnen Bioabfälle aus den braunen Tonnen der Haushalte aus Stadt und Landkreis Kaiserslautern verarbeitet. Es findet ein geschlossener, weitgehend automatisierter Kompostierungsprozess in druckbelüfteten Intensivrotteboxen mit automatischem Umsetzer statt. Nach dem Absieben entsteht ein hochwertiger gütegesicherter Biokompost. 

Zusätzlich werden jährlich ca. 15.000 Tonnen Abfälle aus Garten und Parkanlagen verarbeitet. In mehreren Arbeitsschritten aus Zerkleinern und Sieben wird ein biogener Brennstoff aus nachwachsenden Rohstoffen produziert, um CO2-neutralen Strom und Fernwärme zu erzeugen. Der verbleibende Feinanteil wird in der Grünschnittkompostierung hygienisiert, gesiebt und als gütegesicherter Grünkompost angeboten.

Die ZAK wird als zukünftiges Biomasse-Kompetenzzentrum deutlich mehr Kompost produzieren können als bisher. Aus diesem Grund werden die Kompostprodukte unter der Marke „Palatihum – Qualitätsdünger aus der Pfalz“ vermarktet. Vor allem Landwirte will die ZAK als neue Kunden hinzugewinnen. Kleinere Mengen der verschiedenen Kompostprodukte sind im Wertstoffhof erhältlich, Abholungen mit dem LKW erfolgen direkt auf dem Kompostplatz.