Verwaltungsratssitzung der ZAK

Landrat Paul Junker verabschiedet
Kaiserslautern, 30.11.2017

Nach knapp 30 Jahren Zugehörigkeit in den verschiedenen Gremien der ZAK – Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern wurde der noch eine Woche amtierende Landrat Paul Junker offiziell verabschiedet. ZAK-Vorstand Jan Deubig überreichte Junker im Rahmen einer Verwaltungsratssitzung am Donnerstagabend symbolisch als Ausdruck des Dankes und der Anerkennung eine Foto-Collage und ein Fässchen hochprozentigen „Deponiewassers“ aus den Tiefen des Kapiteltals.

Als Mitglied des Kreistages, dem er seit 1984 angehört, nahm Junker am 1. Juni 1988 erstmals als Mitglied der Verbandsversammlung des damaligen Deponiezweckverbandes an einer Sitzung teil. Viele sollten folgen. Nach seiner Wahl zum Landrat wurde Paul Junker für das Jahr 2010 zum Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Kaiserslautern gewählt.

In die Amtszeit Junkers fallen historische Entwicklungen im Kapiteltal. So die Beschlüsse zur Planung und Errichtung einer Methanisierungsanlage für getrennt gesammelte Bioabfälle aus Stadt und Landkreis Kaiserslautern, zum Bau des Kompostwerks, des Biomasseheizkraftwerks, des Wertstoffhofs, der Sonderabfallannahmestelle und vieler weiterer Anlagen. In dieser Zeit wurde die Deponierung unvorbehandelter Siedlungsabfälle beendet und die Altdeponie im Kapiteltal gesichert. In den letzten Jahren wurde die Rechtsform verändert. Die ZAK war fortan kein Zweckverband mehr, sondern eine Anstalt des öffentlichen Rechts. In diese Phase fielen dann auch die Entscheidungen für eine „Deponie auf der Deponie“, die Errichtung eines Biomasse-Kompetenzzentrums mit der Beteiligung an der GML Ludwigshafen, sowie die Anbindung an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Kaiserslautern und das Repowering der Windenergieanlagen.

Deubig bedankte sich auch im Namen der Mitarbeiter bei Junker für dessen „ausdauernden Einsatz, geschärften Weitblick, zahlreiche Ratschläge und zukunftsorientierte Entscheidungen“ in der nun zu Ende gehenden Ära. Junker habe wie kein anderer die Entwicklung der letzten drei Jahrzehnte derart intensiv begleitet. Auch in schwierigen Zeiten habe er stets im Sinne der Belegschaft gehandelt.

Der Vorsitz im Verwaltungsrat der ZAK wechselt jährlich zwischen dem Landkreis Kaiserslautern und der Stadt Kaiserslautern, die von Bürgermeisterin Dr. Susanne Wimmer-Leonhardt – bis Ende des Jahres als Verwaltungsratsvorsitzende fungierend - vertreten wird. Sie betonte bei der Verabschiedung den stets fairen und konstruktiven Austausch in dem Gremium, dem ab 2018 turnusgemäß der neue Landrat Ralf Leßmeister vorstehen wird.

Dr. Wimmer-Leonhardt und Junker betonten einmütig, dass die ZAK als das positive Beispiel für eine funktionierende, vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis gelten muss.