ZAK: Gratulation zum GML-Jubiläum

Die GML – Abfallwirtschaftsgesellschaft Ludwigshafen feiert am kommenden Samstag mit einem Tag der offenen Tür ihr 50-jähriges Bestehen.
Kaiserslautern, 26.09.2017

Mit Beginn des Jahres 2015 wurde die ZAK – Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern Gesellschafterin der GML. Grund genug also, Glückwünsche von der Westpfalz an den Rhein zu senden. ZAK-Vorstand Jan Deubig: „Als jüngstes Mitglied der GML-Familie gratulieren wir der GML zu diesem stolzen Jubiläum.“ Die abfallwirtschaftliche Kooperation zwischen ZAK und GML sei beispiellos in Rheinland-Pfalz, so Deubig.

Im Juli 1962 hatte der Stadtrat Ludwigshafen einen Planungsauftrag für eine Müllverbrennungsanlage beschlossen, die Genehmigung dafür wurde im Oktober 1964 durch die Bezirksregierung der Pfalz erteilt. Von 1964 bis 1967 wurde die Anlage errichtet. Nach dem Probebetrieb ab Februar 1967 ging die Anlage am 21. Juni 1967 in Regelbetrieb über, in dem eine Anlage mit zwei Müllkesseln  den vor Ort angefallenen Abfall verarbeitet hat. Heute arbeitet eine Anlage mit drei Kesseln im Vollzeitbetrieb, „rund um die Uhr das ganze Jahr über“ für eine Million Einwohner der Region.

An der Entwicklung in den vergangenen Jahren ist die ZAK nicht ganz unbeteiligt. Denn bereits lange vor der Unterzeichnung einer Zweckvereinbarung hatten sich GML und ZAK auf die Führung je eines Kompetenzzentrums geeinigt - eins für energetische und stoffliche Bioabfallverwertung in Kaiserslautern und eins für energetische Restabfallverwertung in Ludwigshafen. Die Abfallmengen von rund einer Million Menschen werden so gebündelt und einer umweltgerechten und sicheren Verwertung zugeführt.

Damit waren die Voraussetzungen geschaffen, dass die ZAK seit 2015 etwa die Hälfte ihrer 60.000 Tonnen Restabfälle pro Jahr und ab 2020 die Gesamtmenge im Müllheizkraftwerk der GML in Ludwigshafen energetisch verwerten lassen kann. Dort entsteht aus Restabfällen durch Verbrennung ein Hochdruckdampf, der im benachbarten Fernheizkraftwerk der TWL (Technische Werke Ludwigshafen) zu Fernwärme und Strom umgewandelt wird. Der andere Teil an Restabfällen der ZAK wird bis Ende 2019 weiterhin entsprechend einer noch laufenden Zweckvereinbarung im Müllheizkraftwerk Pirmasens des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Südwestpfalz (ZAS) entsorgt.

Im Gegenzug werden seither die gesamten Bioabfälle der übrigen GML-Gesellschafterkommunen – derzeit rund 39.000 Tonnen pro Jahr aus den Städten Ludwigshafen, Speyer, Frankenthal, Neustadt und  Worms sowie der Landkreise Bad Dürkheim und Rhein-Pfalz-Kreis - zusammen mit den etwa 15.000 Tonnen an Bioabfällen der ZAK aus der Stadt und dem Landkreis Kaiserslautern im Abfallwirtschaftszentrum Kaiserslautern stofflich und energetisch verwertet. Hierbei werden bis zu 30.000 Tonnen pro Jahr Qualitätskompost produziert, der in der Landwirtschaft und im Weinbau eingesetzt wird.