Landtagsabgeordneter auf Erkundungstour bei der ZAK

Daniel Schäffner war bei seinem Besuch im Kapiteltal beeindruckt von der intensiven Nutzung der Abfälle als Ressource mit vielfältigen stoffstromspezifischen Behandlungswegen.
Kaiserslautern, 12.12.2016

Eines seiner zentralen Anliegen, so der SPD-Landtagsabgeordnete und Sprecher für den Bereich Medien, Netzpolitik und Digitale Infrastruktur seiner Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, ist mit veralteten Vorstellungen aufzuräumen, so auch in der Abfallwirtschaft. Schon die Herbstferien hat erdazu genutzt, Unternehmen in seinem Wahlkreis besser kennenzulernen.

Heute war er zu Besuch bei der ZAK - Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern, um in die Praxis der Kreislaufwirtschaft einzutauchen und zu erfahren, wie unter anderem in dem Biomassekompetenzzentrum aus dem Bioabfall der Bürger Strom, Wärme und Kompost produziert werden. Aus der „Knaudel“ von früher, die noch in vielen Köpfen existiert, ist ein Hightechbetrieb geworden, in dem viele verschiedene Abfallstoffströme spezifisch behandelt werden.

Beeindruckt war Schäffner bei seiner Tour mit ZAK-Vorstand Jan Deubig über das 80 Hektar große Gelände von der vielfältigen Nutzung der Abfälle als Ressource. „Wenn alle Bürger dies wüssten, würden sie auch den Sinn der sortenreinen Abfalltrennung einsehen und diese unterstützen.“ Mit der Information der Bürger durch ZAK-Erlebnistage und die Ausbildung von Kindern zu Müllexperten in dem Umwelterlebniszentrum Kapiteltal hat der ZAK neue und sehr sinnvolle Wege beschritten, so der Landtagsabgeordnete.

Neben der Darlegung der vielen zukunftsweisenden Entwicklungen in der Abfallwirtschaft, verschwieg Deubig nicht seine kritische Stellung gegenüber dem „Gelben Sack“; die ZAK ist Gründungsmitglied von Gemini, der „Gemeinschaftsinitiative für eine zukünftige Wertstoffwirtschaft ohne Duale Systeme“. Durch Maßnahmen wie die Zuständigkeit für das Sammeln, Sortieren und Verwerten von Plastik aus privaten Haushalten in kommunale Zuständigkeit zu geben, sieht der Vorstand der ZAK die Recyclingquote durchaus ausbaufähig.

Abschließend bestärkt Schäffner, wie hilfreich ihm dieser kurze intensive Einblick in das Abfallwirtschaftszentrum, auch hinter die Kulissen, für seine Arbeit als Landtagsabgeordneter ist. Als Mitglied im Wirtschaftsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags ist es ihm ganz besonders wichtig, für die Betriebe einen kurzen Weg zur Landesregierung zu gewährleisten. Und wie kann man die Wünsche, Anregungen und eventuelle Sorgen besser aufnehmen, als in einem persönlichen Gespräch mit den Verantwortlichen.